DANTE e.V.

CTAN

Comprehensive TeX Archive Network

http://mirror.ctan.org
http://www.ctan.org
Suchen auf CTAN

TeX-Katalog

Alle TeX-Distributionen sind auf der DVD "TeX Collection". DANTE-Mitglieder erhalten die diese kostenlos.

TeX Live

| DVD | Netz | Bugs |

proTeXt

| DVD | Netz |

MacTeX

| DVD | Netz |

MiKTeX

| DVD | Netz |

 

Eingereichte Vorträge und Tutorien

Ulrich Degenhardt: Die Produktion eines Forschungsberichts: Typografie und Prozesskette

Ein Institut der Max-Planck-Gesellschaft wird in regelmäßigen Abständen von einem Fachbeirat evaluiert
und muß dazu einen Forschungsbericht abliefern. Im vorliegenden Fall wird ein Dokument von etwa
200 Seiten mit LaTeX erstellt, bei dem mehr als 80 Autoren mitwirken. Im Vortrag wird gezeigt, welche
typografischen Entscheidungen getroffen wurden und wie der Workflow aussieht, mit dem ein solch
komplexes Dokument produziert wird.

Wolfgang Engelmann: Mit LyX Master- und Doktorarbeiten schreiben

Mit LyX lässt sich Text so verarbeiten, dass man sich auf die Struktur des Dokuments konzentrieren kann, statt sich von Formatierungs­fragen ablenken zu lassen. Das Programm vereint die Stärke und Flexibilität von TeX/LaTeX mit den Vorzügen einer grafischen Benutzeroberfläche. Es ist besonders geeignet für akademische Publikationen, Doktor- und Diplomarbeiten sowie für Bücher, aber auch für Präsentationen, Berichte, Briefe, Gedichte, Drehbücher und bietet dafür zahlreiche Stilvorlagen an.

LyX sieht zwar wie ein Textverarbeitungsprogramm aus, ist aber ein Textsatzsystem, das viele Ausgabeformate unterstützt. Es handelt sich um Open Source und läuft unter den verschiedenen Betriebssystemen wie Linux/Unix, Windows und Mac OS X. Es ist in zahlreiche Sprachen übersetzt. Eine Reihe von einführenden und weiterführenden Handbüchern hilft dem Anfänger und Experten, und eine Englisch-sprachige Benutzerliste lyx-users@lists.lyx.org antwortet schnell und gern und kompetent, wenn man einmal nicht weiter kommt.

Ich werde versuchen, Sie mit LyX bekannt zu machen, indem ich zeige, wie ich damit diesen Beamer Vortrag aufgebaut habe (1) und wie man wissenschaftliche Abschlussarbeiten zum Beispiel mit Classicthesis eindrucksvoll setzen kann (2). Lyx erlaubt ein schnelles Einarbeiten und ist ein sehr stabiles System. Wie man Lyx und Zutaten installiert und damit arbeitet, werde ich kurz andeuten. Es eignet sich auch dafür, Latex kennen zu lernen, indem man den Quellcode anzeigen lässt.

Siehe für LyX https://www.lyx.org/WebDe.Home und die verschiedenen Lyx Hilfe-Dateien

und für Classicthesis http://www.miede.de/ und http://www.lyx.org/

Vortragsfolien

Christina Möller: Erzeugung eines Programmhefts für Erstsemester (Arbeitstitel)

Zusammenfassung folgt.

Günter Partosch: Verwandtschaften zwischen LaTeX und ConTeXt

ConTeXt ist ein Makropaket, das auf plain-TeX aufbaut und das eine vollwertige, leicht handzuhabende Alternative zu LaTeX (hier LuaLaTeX) darstellt.

„Gute“ Gründe für ConTeXt:

  • ConTeXt im Wesentlichen „aus einer Hand“
  • das bedeutet: ein weitgehend einheitliches Konzept für Makros, Einstellmöglichkeiten und Schnittstellen
  • Layout und Aufbau der Ausgabe verhältnismäßig einfach durch zentrale Parameter steuerbar
  • Integration vieler Features, wie Farbe, Grafik, MetaPost, Metafun, Indexerstellung, ...
  • viele Aufgaben ohne zusätzliche spezielle Programme bzw. Pakete lösbar
  • XML-Code relativ unaufwändig interpretier- und darstellbar
  • hervorragend geeignet zum Setzen komplexer Dokumente mit hohen typographischen Anforderungen
  • hochwertige – auch interaktive – PDF-Ausgabe

Einige TeXnische Aspekte:

  • Makro-Paket, das auf plain-TeX aufbaut
  • Es gibt zwei Varianten
    – Mk II: benutzt pdfTeX als Prozessor
    – Mk IV: benutzt LuaTeX als Prozessor
  • Es gibt ein neues Konzept bei Klammern:
    – [...]: Instruktionen und Metadaten (Optionen)
    – {...}: zu setzendes Material
  • Mechanismus für Anpassung und Konfiguration
    – \definestruktur[][]
    – \setupstruktur[][]
    – \[] oder \start[] ... \stop
  • gut aufeinander abgestimmte Informationen

Im Vortrag wird gezeigt, dass ein Umstieg

  • sich lohnt und
  • mit erträglichem Aufwand zu bewältigen ist.

Die jeweils neueste Version des Vortrags finden Sie unter
http://www.staff.uni-giessen.de/partosch/unterlagen/context-latex2.pdf

Er basiert auf einem früheren Vortrag (2003)
http://www.staff.uni-giessen.de/partosch/unterlagen/ConTeXt-LaTeX-Tutorium.pdf

Weitere Dateien und Vorträge unter http://www.staff.uni-giessen.de/partosch/unterlagen/

Martin Sievers: Soziale Medien mit biblatex zitieren – neue Eintragstypen und -felder für Tweets, Blogs und Co.

LaTeX wird in sehr vielen wissenschaftlichen Bereichen eingesetzt. Insbesondere
die Möglichkeiten, Zitate und Literaturverzeichnisse auf komfortable Weise zu
erzeugen, sind immer wieder ein gutes Argument, sich mit LaTeX zu beschäftigen.

Insbesondere abseits der Naturwissenschaften gibt es viele formale Anforderungen
und Standards (z. B. den APA- [1] oder MLA-Standard [2] sowie das Chicago
Manual of Style [3]), die bei Zitaten zu berücksichtigen sind.

Folgerichtig bietet das Paket biblatex [4] einerseits viele neue Eintragstypen
wie artwork, image, music oder auch jurisdiction. Andererseits können alle
Quellen genauer erfasst werden, indem viele neue – teilweise sehr spezifische –
Eintragsfelder zur Verfügung stehen.

Neben den technischen Möglichkeiten hat sich aber auch das Zitierverhalten geändert.
Neben klassischen Quellen wie gedruckten Büchern, Zeitschriftenaufsätzen
oder Konferenzbeiträgen, spielen in der Wissenschaftskommunikation die sozialen
Medien eine zunehmende Rolle. Blogs, Tweets und Youtube-Videos werden nicht
nur zum Kommentieren von Forschung, sondern auch zur Veröffentlichung eigener
Forschungsergebnisse verwendet.

Die eingangs erwähnten Standards APA und MLA haben daher ihre Vorgaben
(teilweise inoffiziell) um solche für soziale Medien ergänzt (siehe dazu [5] bzw. [6]). Die
zugehörigen biblatex-Pakete [7,8,9] haben dies aber noch nicht integriert.

Der Vortrag demonstriert anhand der in [5] aufgezeigten Vorgaben, wie man
biblatex entsprechend erweitert. Es werden die Eintragstypen tweet, blogpost,
youtubevideo, facebookpost und email samt evtl. nötiger neuer Eintragsfelder
wie username definiert und anschließend entsprechende Ausgabetreiber und Zitiermakros
erstellt.

[1] American Psychological Association. APA style. http://www.apastyle.org/
(letzter Zugriff am 08. 08. 2016).
[2] Modern Language Association of America. The MLA Style Center. Writing
Resources from the Modern Language Association. https://style.mla.org/ (letzter
Zugriff am 08. 08. 2016).
[3] The University of Chicago. The Chicago Manual of Style Online.
http://www.chicagomanualofstyle.org/home.html (letzter Zugriff am 09. 08. 2016).
[4] Philipp Lehman u. a. biblatex – Sophisticated Bibliographies in LaTeX.
Version 3.4. https://www.ctan.org/pkg/biblatex (letzter Zugriff am 08. 08. 2016).
[5] TeachThought Staff. “How To Cite Social Media In Scholarly Writing”.
TeachThought – We Grow Teachers. TeachThought. July 20, 2014.
http://www.teachthought.com/pedagogy/literacy/how-to-cite-social-mediascholarly-writing/ (letzter Zugriff am 09. 08. 2016).
[6] Bowdoin Library. Chicago-Style Citations: Social & Online Media, Data, Music,
and Other Non-Print Materials: Online & Social Media.
http://libguides.bowdoin.edu/chicago-nonprint (letzter Zugriff am 09. 08. 2016).
[7] Philip Kime. biblatex-apa – biblatex citation and reference style for APA.
Version 6.9. https://www.ctan.org/pkg/biblatex-apa (letzter Zugriff am 08. 08. 2016).
[8] James Clawson. biblatex-mla – MLA style files for biblatex. Version 1.6.
https://www.ctan.org/pkg/biblatex-mla (letzter Zugriff am 08. 08. 2016).
[9] David Fussner. biblatex-chicago – Chicago style files for biblatex.
Version 1.0rc1 2016-06-07. https://www.ctan.org/pkg/biblatex-chicago (letzter Zugriff am 08. 08. 2016).

Vortragsfolien
Beispieldaten

Herbert Voß: Das eigene Buch: Von der Idee zu „Print on Demand“, Lehmanns Media oder selbst den Vertrieb übernehmen

Es ist immer noch relativ schwierig, einen renommierten Verlag für ein eigenes Manuskript zu finden, wenn nicht dieser Verlag ein
entsprechendes Manuskript selbst bei einem in Auftrag gegeben hat. Es bietet sich daher an, über eine Veröffentlichung in Eigenregie
nachzudenken.

Dabei muss man allerdings Dinge klären wie Umsetzung eines bestimmten Formats und Layouts. Die Zahl der möglichen Dokumentenklassen
hält sich dabei in Grenzen und oft erfordern sie eine unterschiedliche Vorgehensweise bei der Festlegung des Formats. Ist all dies erfolgt
und das Manuskript erstellt, kann man sich um den Druck und Vertrieb kümmern. Beispielsweise durch Zusammenarbeit mit einem Kleinverlag,
wie Lehmanns Media, oder mit Unternehmen,  die „Print on Demand“ anbieten: Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Druck und Vertrieb in Eigenregie zu übernehmen.

Vortragsfolien