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Eingereichte Vorträge

Benjamin Berg: SDAPS und LaTeX3

SDAPS ist eine Software um rechnergestützt Umfragen auf Papier umzusetzen. Dabei bietet SDAPS dem Nutzer die Möglichkeit seine Fragebögen direkt mit LaTeX zu erstellen um dann ohne weiteren Aufwand die Datenerfassung und Auswertung  zu automatisieren.

Die erste Version einer LaTeX Klasse für SDAPS war darauf optimiert Umfragen zu gestalten. Für einfachere Anwendungsfälle war die Klasse sehr gut geeignet, es stellte sich jedoch heraus, dass viele Anwender weitere Gestaltungsmöglichkeiten benötigen. Hinzu kommt noch, dass die Nutzung von fragilen Umgebungen sehr schwer war und eine spätere Verarbeitung von Ergebnissen durch die Erweiterung der gespeicherten Metadaten deutlich vereinfacht werden kann. Es Bestand also Handlungsbedarf grundlegende Verbesserungen an der existierenden Klasse durchzuführen.

Es sind nun neue Pakete entstanden, die den gesammelten Erfahrungen Rechnung  tragen. Damit ist es möglich komplexe Szenarien sowohl im Layout als auch in der Erstellung und Nutzung von Metadaten zu ermöglichen. Hinzugekommen sind z.B.  verbesserte Möglichkeiten, Gruppen von Fragen und Antworten tabellarisch anzuordnen und miteinander Auszurichten. Auch ist es nun prinzipiell möglich, PDF-Formulare zu erstellen oder auf einzelnen Fragebögen Antworten im voraus zu selektieren.

Mehr Informationen zu SDAPS gibt es unter http://sdaps.org und http://github.com/sdaps/sdaps-class.

Jobst Hoffmann: listings, Lua, LaTeX3 und Anverwandte (Arbeitstitel)

Zusammenfassung folgt.

Christof Meigen: JSON-basierte Templates mit LuaLaTeX in der Praxis

Als Sprache zum Dokumentensatz war (La)TeX schon immer auch als Template-Sprache für die automatisierte Dokumentenerstellung geeignet. Mit LuaTeX - und dem integrierten JSON-Parser - steht jedoch eine mächtige Grundlage zur Verfügung, um auch komplex strukturierte Daten anhand verschiedener Bedingungen zu setzen. Viele Entscheidungen, die früher beim Datenexport getroffen werden mußten, können so in das Template verlagert werden, was für größere Flexibilität beim Layout sorgt.

Anhand eines Anwendungsfalles werden die prinzipielle Vorgehensweise und die verschiedenen Möglichkeiten dargestellt.

Manu Raster: PDF-Strings

PDF ist ein beliebtes geräteunabhängiges Seitenbeschreibungsformat, das wie DVI besonders für Druckvorlagen und zur Verteilung endgültiger Fassungen eines Dokuments geeignet ist.

Während es im Büroalltag einer Sekretärin oder eines Chefs das vorherrschende Format ist, ist PDF aus Sicht eines TeX-Setzers nur eine weitere Option neben DVI und Postscript. Im Vergleich zu DVI verbraucht PDF in der Regel mehr Speicherplatz (z.B. durch Einbettung von Fonts, selbst wenn diese im System vorhanden sind) und im Vergleich zu Postscript sind direkte Änderungen schwieriger vorzunehmen.

Die Komplexität des Formates und die hohe Variabilität realer PDF-Dokumente führen dazu, dass sich die Ergebnisse verschiedener PDF-verarbeitender Tools oft unterscheiden und verbesserungsbedürftig sind, bevor weitere Verarbeitungsschritte folgen können.

Der Schlüssel zu einer robusten PDF-Verarbeitung liegt in den "PDF-Strings", die nur einen Bruchteil eines PDF-Files ausmachen, jedoch 99% des für den Leser bestimmten Informationsgehaltes tragen. Das Durchsuchen von PDF-Dokumenten basiert sogar ausschließlich (100%) auf PDF-Strings.

Wie man diese Strings aus einem PDF extrahiert und damit arbeitet, wird an Beispielen aus einem aktuellen Projekt der Technischen Informationsbibliothek (TIB) erläutert.

Voraussetzung ist ein tieferes Verständnis für Dokumentstrukturen, welche TeX-Anwendern geläufig sind, um z.B. Fußnoten, Wort- und Seitenumbrüche und dokumentspezifische Eigenarten korrekt zu analysieren. Danach steht dem Neusatz mit TeX oder einer Konvertierung in andere Formate wie z.B. XML oder Wikisyntax nichts mehr im Wege.

Adrian Salamon:  tikzcodeblocks – Ein LaTeX Paket mit TikZ-Makros für die Darstellung von grafischem Programmcode

Immer öfter werden Kinder und Jugendliche über Baukastensysteme an die Programmierung herangeführt. Ohne Befehle in richtiger Syntax in Textform notieren zu müssen, können sie per Drag-and-Drop einfach Bausteine aneinander stecken und somit ausführbare Software gestalten. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Programmierumgebung ›Scratch‹.

Doch möchte man den nun erstellten Code in ein LaTeX Dokument einbinden stößt man schnell an eine Grenze: Es gibt keinen Code-Export, weil ja keine textuelle Sprache verwendet wird! Die Notlösung ist der Screenshot des Programmcodes. Dies wird den Ansprüchen an skalierbare Grafiken in sauberen Dokumenten nicht gerecht. Daher wurde das Paket tikzcodeblocks entwickelt, das auf der Basis von TikZ ermöglicht solche Codes in Blockform als Vektorgrafiken direkt im LaTeX-Quellcode zu setzen.

Uwe Ziegenhagen: EPUBs erzeugen mit LaTeX, lwarp und Calibre

Mit lwarp gibt es ein neues Paket zur Umwandlung von LaTeX-Inhalten nach HTML. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie man eigene Inhalte nach HTML bringen kann und diese dann mit wenig Aufwand in das EPUB-Format bringt, das gängige Ebook-Reader verstehen.