Vorträge
Having Fun with TeX (Adelheid Grob, Univ. Ulm)
Es existieren viele kleinere, oft unbekannte TeX-Pakete, die zum einen
nuetzlich sein koennen oder einfach nur Spass machen.
In meinem Vortrag werde ich ein paar dieser Pakete anhand von
Beispielen kurz vorstellen, so z.B. todonotes, overpic, sudoku, elvish.
The current status of LuaTeX (Hans Hagen, PRAGMA ADE)
kein Abstract vorhanden.
Interaktive PDF-Formulare (Klaus Höppner, DANTE e.V.)
Das hyperref-Paket ist vielen Nutzern bekannt, um PDF-Dateien, die (nicht nur) mit pdflatex aus LaTeX-Dokumenten erzeugt wurden, automatisch interaktive Elemente hinzuzufügen, seien es Bookmarks, anklickbare Inhaltsverzeichnisse bzw. Verweise oder Links zu Webseiten.
Relativ unbekannt ist die Fähigkeit von hyperref, auch PDF-Formulare zu unterstützen. Diese bieten die sonst von Web-Formularen vertrauten Elemente wie Textfelder, Auswahllisten oder Ankreuzfelder, können im Acrobat Reader ausgefüllt und dann ausgedruckt werden. Probleme mit unleserlichen Handschriften sind somit Vergangenheit. Dieses Tutorium gibt eine Einführung zum Erstellen von PDF-Formularen mit pdflatex.
Neue bibliographische Objekte in BibTeX und MlBibTeX (Jean-Michel Hufflen, Univ. Franche-Comté)
BibTeX ist ein altes Programm. Als die Eintragstypen von BibTeX definiert wurden, waren viele aktuelle Möglichkeiten noch nicht bekannt.
Einfaches Beispiel: Web-Seiten. Wenn eine Web-Seite zu einem Literaturverzeichniss gehört, wird oft angegeben, zu welchem Zeitpunkt die Seite konsultiert wurde, da der Inhalt einer Web-Seite wechseln kann, und das Datum
der letzten Modifikation häufig nicht sichtbar ist. Aber für das Konsultationsdatum gibt es keinen Eintragstyp für .bib-Dateien. Oft ändern Autoren daher manuell die von BibTeX erzeugte .bbl-Datei, so dass das Literaturverzeichnis nicht mehr komplett automatisch erzeugt wird.
Ich gebe einige Beispiele für neue bibliographische Objekte. Dann zeige ich Lösungen mit BibteX und MlBibTeX.
TeX Live (Norbert Preining, TU Wien, Kurt-Gödel-Gesellschaft)
This talk presents the recently released TeX Live 2008. Since the release of TeX Live 2007 more than a year has passed, in which the whole infrastructure of TeX Live was rewritten. This brought several changes and enhancements not only for the developers of TeX Live, but also for the users of TeX Live. The following topics will be discussed:
The new infrastructure
Up to TeX Live 2007 the package management of TeX Live was quite a pain as the package descriptions (tpm files) contained a mix of static and generated content. Furthermore, many information occurring in these files where duplicates from other sources like the TeX Catalogue. The new infrastructure creates a strict separation of static content and automatically generated content. Furthermore, it introduces a new package description (the TeX Live Database) which is a plain text file.
Getting things into TeX Live
Anything on CTAN which has a free license could possibly be included in TeX Live. But the format of packages on CTAN is most often far from being in a TDS compliant layout. Since years we are working and improving a script that re-packages stuff from CTAN into a TDS compliant layout for inclusion into TeX Live. Paralleling that we developped scripts to check that our repository is uptodate.
The new installer - a user's view
Using the new infrastructure the old text mode installer has been rewritten in Perl, making it thus platform independent. It can be run on all supported platforms. In addition to the text mode installer a GUI (graphical user interface) for the installer has been added that also is available for all supported platforms. We will walk through an installation using the text mode and graphics mode installer, and describe the various bells and whistles the new installer has.
The TeX Live Manager - a user's view
Extending and taking over the texconfig program which has only been present on Unix, the TeX Live Manager now manages all parts of the TeX Live installation. Most importantly, the update of packages over the network. Besides that it allows searching of files and packages' descriptions and many other features. It features a GUI that exhibits most functionality of the command line program in a graphical way (but not all).
Internals of the TeX Live Database and the TeX Live Manager
This part is a bit more technical as it presents the TeX Live Database and how we store the various bits and pieces of configuration options in the database. Other news:
- LuaTeX, the new engine
- reworked hyphenation patterns, support for etex
- included Windows programs
- updates to other programs
Further development
As it is with everything in the TeX World, nothing is finished here. The TeX Live infrastructure will continue to evolve, adding new features on the way. We shortly will discuss planned enhancements to the infrastructure and espcially the TeX Live Manager and its GUI.
Trennmuster (Werner Lemberg)
The MPlib project: MetaPost as a component (Taco Hoekwater)
Internationalisierung der Trennmuster in TeX Live (Arthur Reutenauer)
Im Frühjahr 2008 haben Mojca Miklavec und ich unternommen, die Trennmuster für die vielen Sprachen, die TeX Live enthält, in UTF-8 umzuwandeln. Bisher benutzten nämlich keine der Muster Unicode, nur 8-bit Kodierungen, und manche enthielten sogar komplizierte Makros, um verhaltete Systeme wie TeX 2 zu unterstützen. In TeX Live 2007 konnte XeTeX doch mit Hilfe einiger Makros die Muster in UTF-8 konvertieren, weil er es brauchte, und ConTeXt benutzte sein eigenes System mit einer Kopie der originellen Muster.
Wir wollten diese Situation verbessern und eine volkommen neue, saubere Infrastruktur erschaffen, die von allen TeX-Varianten und -Dialekten ähnlich benutzbar wäre. Unsere Grundprinzipien waren:
- Keine Informationsverlust
- Der Makro-Paket sollte eine einzige Datei sehen, die erkennt, ob es unter einer 8-bit Variante oder einer UTF-8 Variante läuft, und im ersten Fall die Muster konvertiert.
Die neuen UTF-8 Muster wurden im Sommer vervollständigt, und sind jetzt in TeX Live 2008, sowie in MikTeX, unter den Namen hyph-utf8 verfügbar. Sie ersetzen die alten Muster, die vor allem im Paket hyphen, aber auch in anderen Paketen, besonders für slawische Sprachen, verstreut waren.
DocCenter - TeX goes Banking (Joachim Schrod, J. Schrod NPC GmbH)
Die 1822direkt vertreibt Bankprodukte der Sparkassen über das Internet: Online-Banking, Anlagen und Wertpapierhandel.Sie nutzt DocCenter zur Erzeugung und Verwaltung der standardisierten schriftlichen Kommunikation mit ihrenKunden. Für die Formatierung dieser Dokumente wird bereitsseit vielen Jahren LaTeX genutzt, DocCenter löst als neues Produkt das bisher laufende emTeX-System mit LaTeX 2.09 ab.
Standardisierte Kundenkommunikation bedeutet im wesentlichen Erzeugung und Versand von vorformulierten Briefen und Auszügen, sowohl elektronisch im PDF-Format als auch postalisch in gedruckter Form. Die Briefe werden sowohl individuell erfasst als auch automatisch erzeugt.
An einem Tag werden dabei als Spitzenleistung bis zu 400.000 Dokumente generiert, formatiert und ausgeliefert.
Technisch interessante Details sind zum einen die Nutzung von DVI statt PDF als \TeX{}-Ergebnis, die vor allem aus unterschiedlichen Anforderungen an Online- und Druck-Ausgabe resultiert. Zum anderen bedingt die große Dokumentenanzahl spezielle Vorgehensweisen zur Zusicherung einer ausreichenden Performance, was durch Vor- und Nachverarbeitung sowie Parallelverarbeitung erreicht wird.
So konnte der Ressourcenbedarf auf ein Zehntel verringert werden und gleichzeitig die Verarbeitungszeit verzehnfachtwerden.
biblatex (Martin Sievers, Einfach schöner publizieren)
Eine der großen Stärken von LaTeX ist die Literatur- bzw. Quellenverwaltung. Mithilfe des Werkzeugs BibTeX lassen sich zitierte Quellen im Dokument aus einer entsprechenden Sammlung (.bib) in einem bestimmten vorher festgelegten Format (.bst) in die Ausgabe integrieren. Diese so genannten Styles können jedoch nur mit erhöhtem Aufwand an eigene Bedürfnisse angepasst werden, da dazu die recht komplizierte reverse polish notation (RPN) verwendet wird.
Hier setzt das Paket biblatex an, indem es ermöglicht, Anpassungen für das Literaturverzeichnis, aber auch für Zitate, komfortabel und äußerst umfangreich mithilfe der LaTeX-Syntax durchzuführen. Der Einsatz von BibTeX wird dabei auf ein Minimum beschränkt. Der Vortrag stellt das Paket biblatex, seine Funktionsweise und verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vor.
Konferenzmanagement mit LaTeX (Uwe Ziegenhagen, Sal. Oppenheim)
Das Organisieren von Veranstaltungen wie Konferenzen und Workshops erfordert die Erstellung verschiedenster Dokumente: Rechnungen, Teilnehmerlisten, Proceedings und Namensschilder.
Mit Hilfe des datatool Pakets von Nicola Talbot und einigen zusätzlichen Paketen wie ticket.sty und varsfromjobname.sty läßt sich die Erstellung dieser Dokumente deutlich vereinfachen.