Vorträge und Tutorien
Thomas Ferber:
Einsatz des hyperref-Pakets zum Setzen der PDF-Dokumenteneigenschaften
Das Portable Document Format hat sich seit seiner Einführung im Jahr 1993 zum Quasi-Standard entwickelt.
PDF bietet darüber hinaus eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Dokumentgestaltung, der internen und externen Verlinkung, der Verwendung von Lesezeichen und miniaturisierten Seitenvorschauen.
Dieser Vortrag zeigt an konkreten Beispielen, wie man das hyperref-Paket zur Gestaltung des zu erzeugenden PDFs einsetzen kann und so die Möglichkeiten, die das Portable Document Format bietet, zu nutzen.
Thomas Ferber und Dominik Wagenführ:
Vom LaTeX-Dokument zum EPUB – ein steiniger Weg
In meinem Vortrag im Oktober 2011 in Garmisch-Partenkirchen ging es um E-Books im Allgemeinen, die verschiedenen E-Book-Formate und deren Besonderheiten sowie die Möglichkeiten des Umwandelns von TeX/LaTeX-Dokumenten in E-Book-Formate.
Dieser Vortrag ist die Fortsetzung, die sich im Detail mit der Transformation von Dokumenten im LaTeX-Format in das ePUB-Format beschäftigt.
Welche Automatismen gibt es, und wo sind ihre Grenzen? Was muss manuell nachbearbeitet werden? Was ist bei Grafiken, Tabellen und Formelsatz zu beachten? Was kann beim Schreiben eines LaTeX-Dokumentes bereits bedacht werden, um eine optimale Ausgangsbasis für die Umwandlung zu E-Book-Formaten zu erzeugen? Wie werden Hyperlinks und Weblinks integriert? Können Videos, Sound und Diashows eingebunden werden? Was muss berücksichtigt werden, damit das E-Book auf verschiedenen Endgeräten wie z.B. Tablet und E-Book-Reader vernünftig dargestellt wird?
Diese Fragen werden Schritt für Schritt am konkreten Beispiel eines aktuellen Buchprojektes besprochen, und detailliert wird auf die Probleme und deren Lösungen eingegangen.
Patrick Gundlach:
Database Publishing mit LuaTeX
Zusammenfassung folgt.
Christof Meigen:
Das Dokument ist Programm – Anwendungen von Lua-Bibliotheken in TeX-Dokumenten
Mit Lua steht nun eine vollwertige und weit verbreitete Programmiersprache zur Nutzung in TeX-Dokumenten zur Verfügung. Dies ermöglicht eine neue Sichtweise auf TeX-Dokumente: Nämlich primär als Programme, die, schlussendlich, auch PDF-Dokumente erzeugen. Wie tiefgreifend diese Änderung ist, zeigt ein Beispiel: Mit LuaTeX und wxLua ist es problemlos möglich, Dokumenten eine grafische Oberfläche zu geben, mit Freitextfeldern, Auswahllisten etc, wobei die resultierende PDF-Datei anhand der jeweiligen Eingaben erstellt wird. Mit luasql kann auf Datenbanken zugegriffen werden, mit lua-curl können Webdienste abgefragt werden, und durch die Integration von MetaPost in ConTeXt können aus solchen Daten auch dynamisch Grafiken erstellt werden. Demonstriert wird als Beispiel ein LuaTeX-Dokument „Jahresbericht“ welches die menügeführte Erstellung einer entsprechenden Präsentation ermöglicht, wobei die Daten aus einer Datenbank geholt, aufbereitet und mit einer wählbaren Vorlage gesetzt werden.
Günter Partosch:
Anforderungen an ein barrierearmes TeX
Zusammenfassung folgt.
Philipp Poll:
Projektbericht „Libertine Open Fonts Projekt“
Die freie Schrift Libertine ist mittlerweile auch für TeX in allen Varianten wie XeTeX, LuaTeX oder PDFtex verfügbar. Die Schrift soll zusätzlich um einen Monotypefont erweitert werden, so dass eine vollständige und freie Schriftvariante für TeX zur Verfügung steht, einschließlich der notwendigen Pakete zum Einbinden der Fonts.
Martin Schröder:
TeX im 21. Jahrhundert – wo sind wir und wo geht es hin?
Wir feierten 2010 zwar TeX's 32. Geburtstag, aber trotzdem ist die Entwicklung in der TeX-Welt nicht stehengeblieben. Ich versuche, einen möglichst umfassenden Überblick über die Entwicklungen in der TeX-Welt der letzten Jahre und in der absehbaren Zukunft zu geben.
Der Vortrag richtet sich insbesondere an alle, die in den letzten Jahr(zehnt)en TeX benutzt haben und wissen wollen, was sich seitdem getan hat.
Martin Sievers:
Referenzen mit LaTeX – eine Übersicht
Eine der größten Stärken von LaTeX ist die Möglichkeit, mittels eines \label–\ref-Mechanismus' Verweise auf verschiedene Elemente eines Dokuments zu setzen. In den letzten Jahren sind zahlreiche Pakete im Bereich der Referenzen entwickelt worden, die zusätzliche Funktionen implementieren und damit die Arbeit weiter vereinfachen können.
Eine relativ neue Erweiterung ist dabei das Paket cleveref, das u.a. den Objekttyp anhand des Labels bestimmen kann, ohne dass der Anwender spezielle Namensschemata benutzen muss wie dies z.B. fancyref voraussetzt. Zudem kann das Paket Verweise sortieren und zusammenfassen. Andere Pakete sind varioref, zref, titleref und nameref um nur einige zu nennen.
Das Tutorium stellt verschiedene Ansätze und Möglichkeiten für unterschiedliche Anforderungen vor.
Herbert Voß:
Animationen
Animationen können innerhalb einer Präsentation Sachverhalte verdeutlichen und somit oft auch verständlicher machen. Das Hauptanwendungsgebiet ist sicherlich der Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften.
Animationen können durch einzelne PDF-Seiten, die man in schneller Abfolge zeigt, oder durch den Einsatz von JavaScript erstellt werden. Durch automatisch erzeugte Button für die Ablaufgeschwindigkeit oder die Ablaufrichtung, kann eine Automation einfach gesteuert werden.
Herbert Voß:
OpenType-/TrueType-Schriften für Text und Mathematik mit XeTeX/LuaTeX
Das Einbinden von Schriften für den Text- und den Mathematikmodus war in der bisherigen \LaTeX-Welt eine abgeschlossene Sache; Schriften außerhalb der \TeX-Distribution konnte man im Prinzip nicht nutzen, wenn man diese nicht in einem arbeitsintensiven Verfahren in die Distribution importiert hat.
Mit den nicht mehr ganz neuen Programmen \XeTeX und Lua\TeX hat sich dies nun in einer Weise verändert, wie es der unbedarfte LaTeX-Anwender vielleicht gar nicht erwartet; alle Schriften sowohl der \TeX-Distribution, als auch des zugrundeliegenden Betriebssystems können nun benutzt werden, wenn sie in einem der Formate OpenType, TrueType oder Type-1 vorliegen. Allerdings ist die Einbindung nicht immer ganz so einfach, wie man erwarten sollte. Insbesondere dann, wenn noch die Mathematik dazukommt.