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Programm

Die folgenden Vortrags- und Tutoriumsvorschläge sind bisher eingegangen (in alphabetischer Reihenfolge der Autoren):

Leo Arnold:

UniFlow – Wie man mit nur einem LaTeX-Durchlauf mehrere Dokumente erzeugen kann

Kann man mit LaTeX Serienbriefe erstellen? Kann man Aufgabenblatt und Musterlösung aus demselben Quelltext erzeugen? Geht das auch mit einem einzigen Aufruf, ohne dass ich dazu Shell-Skripte oder MakeFiles schreiben können muss?

In diesem Vortrag wird gezeigt, wie man diese Aufgaben allein mit TeX-Befehlen lösen kann. Die Lösung wird direkt in die Präambel des jeweiligen Dokuments geschrieben und funktioniert unabhängig vom Betriebssystem.

Die vielseitige Verwendbarkeit wird anhand von Serienbriefen, sowie dem Zusammenspiel von LaTeX mit freier Mathematik- und Statistik-Software demonstriert.

Walter Entenmann:

Graphik mit MetaPost

MetaPost ist im Kern Metafont, eine Graphik-Programmiersprache, die Donald Knuth ursprünglich für den Font-Entwurf ersonnen hat (Computer Modern Fonts) und die hervorragend zusammen mit TeX/LaTeX verwendet werden kann.
Metapost, von John Hobby aus Metafont entwickelt, besitzt folgende zusätzliche Eigenschaften:

  • Output in Postscript (statt Pixelgraphik)
  • Beschriftung (labeling) mit TeX/LaTeX in verschiedenen Fonts
  • Farben
  • Pfeile, Stricharten

Dadurch ist Metapost bestens geeignet, qualitativ hochwertige technische Zeichnungen für Skripte, Berichte, Präsentationen und Veröffentlichungen anzufertigen. Metapost unterscheidet sich von anderen Graphikprogrammen im wesentlichen dadurch, dass es auf einer kompletten, allgemeingültigen Graphikbeschreibungssprache basiert, die es erlaubt, aus den graphischen Elementen „Punkt und Linie“ (Wassily Kandisky) durch Transformationen, graphische Operationen, Makrodefinitionen und algebraische Berechnungen beliebig komplexe Bilder modular aufzubauen. Es wird der Workflow erläutert, um ein Metapost-Quellfile zu bearbeiten und die erzeugten eps-ähnlichen Files in ein LaTeX-Dokument einzubinden und anzuzeigen. Insbesondere zeigen wir einen einfachen Weg zur Erzeugung von stand-alone eps-Files und deren Wandlung nach pdf. Für den strukturellen Aufbau der Quellfiles werden verschiedene Templates angegeben und einige Makros für häufig auftretende Konstrukte definiert. Die Beschriftung (labeling) wird für die unterschiedlichen Anforderungen ausführlich diskutiert. Anhand von praktischen Beispielen aus verschiedenen Anwendungsgebieten (Schemata, Kurvendiagramme, Flussdiagramme, Funktionsverläufe, Feldbilder, …) zeigen wir den systematischen Aufbau der zugehörigen Quellfiles (Vereinbarungsteil, Variablennamen, Anweisungen, Operationen, Kontrollstrukturen, Lesen/Schreiben auf Files und Standard-Input/Output). Hinweise auf Pretty-Printing von Metapost-Quellfiles mit MFT und auf ergänzende Pakete z.B. für dreidimensionale Darstellungen, etc. beschließen den Vortrag.

Bernd Militzer:

Genealogie zwischen \starttext und \stoptext – Der Einsatz von ConTeXt und LuaTeX. Ein Anwenderbericht.

Das Projekt hatte zum Ziel, möglichst vollständig die Vorfahren und Verwandte meiner Großmutter Sophie Haupt zu ermitteln und die jeweiligen Lebensumstände der Vorfahren zu analysieren und zu beschreiben. Für den Zeitraum von etwa 1650 bis 1900 wurden daher alle relevanten Kirchenbücher und Grundbücher ausgewertet.

Nach der Vorstellung exemplarisch ausgewählter Dokumente, einem Exkurs über die früheren Rechtsverhältnisse und Flächenmaße und der Beschreibung der von mir durchgeführten Ergebnissicherung wird beispielhaft der Produktionsprozess des Buches beschrieben. Vorgestellt werden …

  1. das Dokument zwischen \starttext
    … \startstandardmakeup … \startfrontmatter … \startbodymatter
    … \startbackmatter … \startappendices und \stoptext
  2. die Verwendung von Variablen \startenvironment …
    \def\autoGebAnfang{17.02.1688} \def\autoGebEnde{16.12.1896}
    \def\autoGebOhrnes{2440} … \stopenvironment
  3. der Gebrauch von Textbuffer
    \startbuffer[Qu-KB-Allerheiligen-Geb] … \stopbuffer
    \getbuffer[Qu-KB-Allerheiligen-Geb]
  4. der Einsatz von Tabellen wie z.B.
    \bTABLE[split=repeat] … \eTABLE
  5. die Gestaltung von Aufzählungen wie z.B.
    \startitemize[n,packed,joinedup][stopper=.] … oder
    \startitemize[a,packed,joinedup][start=2,stopper=)] …
  6. Probleme mit Seiten-, Absatz- und Zeilenumbrüchen und die Lösung
    \setuphead[section][before={\blank[2*big]}]
    \startexceptions[de] … Unter-thanen … \stopexceptions
  7. Werteberechnungen mit LuaTeX
    \startluacode
    a = \autoLebensalterSummeTage
    b = \autoLebensalterSummeMonate
    c = \autoLebensalterSummeJahre
    MitAlter = a + b + c
    \stopluacode
    \ctxlua{context(MitAlter)}
    \ctxlua{context("\%.2f",BereichZehn)}
    usw.

Martin Schröder:

TeX im Jahre 2013

Wir feierten 2010 zwar TeX's 32. Geburtstag, aber trotzdem ist die Entwicklung in der TeX-Welt nicht stehengeblieben. Ich versuche, einen möglichst umfassenden Überblick über die Entwicklungen in der TeX-Welt der letzten Jahre und in der absehbaren Zukunft zu geben.

Der Vortrag richtet sich insbesondere an alle, die in den letzten Jahr(zehnt)en TeX benutzt haben und wissen wollen, was sich seitdem getan hat.

Arno Trautmann:

Der Randausgleich in TeX

Der Randausgleich ist nach wie vor die Hauptarbeit eines guten Textsatzsystems. Darunter versteht man die Ausrichtung der Buchstaben am rechten Textrand, um einen geschlossenen Blocksatz zu erreichen. In den allermeisten Fällen hat eine Zeile nicht zufällig die exakte Länge der Textbreite, sodass die Zeile gedehnt oder gestaucht werden muss. In diesem Vortrag wird erläutert, welche Techniken in verschiedenen Jahrhunderten der Drucktradition angewendet wurden – von frühen Großmeistern anhand der Gutenberg-Bibel über mechanische Geräte wie die Linotype bis zu softwarebasierten Lösungen in TeX und den mikrotypographischen Erweiterungen von pdfTeX.

Alternative, experimentelle Techniken für einen Randausgleich werden ebenfalls präsentiert. Diese sind durch Diskussionen auf verschiedenen TeX-Mailinglisten entstanden und erfüllen spezielle Ansprüche wie extrem schmale Spalten oder feste Wortzwischenräume, basierend auf Manipulationsmöglichkeiten, die LuaTeX bietet.

Der Vortrag eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Interessierte, die verstehen wollen, was beim Einsatz von microtype passiert oder wie man besondere Ansprüche beim Setzen lösen kann.

Mari Voipio:

Entry-level MetaPost

A quick introduction to the very basics of MetaPost especially for non-programmers. This tutorial is not only about drawing lines and objects and placing them accurately, but also about learning to detect  and debug MetaPost code. The examples and samples shown during this talk show how MetaPost graphics can be used in a variety of crafts.

Dominik Wagenführ:

Bilder bei der Magazingestaltung setzen

Eines der größeren Probleme mit LaTeX sind immer noch textumflossene Bilder bei mehrspaltigem Satz. freiesMagazin [1] ist ein Magazin, welches mehrspaltig mit LaTeX gesetzt wird und dazu auch Bilder beinhaltet. In dem Tutorium soll zum einen am praktischen Beispiel gezeigt, wie ein Artikel mit Bildern gesetzt wird, und zum anderen sollen natürlich auch die verschiedenen LaTeX-Makros vorgestellt werden, die dafür benutzt werden. Das Tutorium richtet sich weniger an alte LaTeX-Hasen, für die das alles nichts Neues ist. Alle LaTeX-Neugierige können daran aber sehen, dass auch der mehrspaltige Satz in LaTeX der Benutzung von Bildern nicht unbedingt widersprechen muss.

[1] http://www.freiesmagazin.de/

Uwe Ziegenhagen:

LaTeX für komplette Neueinsteiger

Dieses Tutorium wendet sich an komplette Neueinsteiger, die noch nicht mit LaTeX gearbeitet haben. Ich gebe Hinweise zur Auswahl und Installation der notwendigen Programme und zeige, wie man die ersten kleinen Dokumente setzt. Im zweiten Teil des Tutorials zeige ich Beispiele, was man mit TeX & Co alles machen kann.

Es wird empfohlen, den eigenen Laptop mitzubringen, auf dem bereits TeXlive 2012, MacTeX oder MikTeX 2.9 installiert ist. Die Konfiguration geschieht dann im Tutorials.