DANTE e.V.

CTAN

Comprehensive TeX Archive Network

http://mirror.ctan.org
http://www.ctan.org
Suchen auf CTAN

TeX-Katalog

Alle TeX-Distributionen sind auf der DVD "TeX Collection". DANTE-Mitglieder erhalten die diese kostenlos.

TeX Live

| DVD | Netz | Bugs |

proTeXt

| DVD | Netz |

MacTeX

| DVD | Netz |

MiKTeX

| DVD | Netz |

 

Eingereichte Vorträge und Tutorien

Ulrich Grabowsky: LaTeX als Satzvorlage oder: 101 Tipps ein gewöhnliches LaTeX-Dokument in ein Kryptogramm zu verwandeln

Ursprünglich konzipierte Knuth sein Programm TeX als Satzsystem für die Produktion wissenschaftlicher Bücher. Dennoch spielen TeX und LaTeX heutzutage in der professionellen Buchproduktion eine untergeordnete, wenn nicht ungeliebte, zuweilen gar verhasste Rolle.

Als Buchliebhaber kann man dies nur bedauern. Denn TeX bietet – richtig eingesetzt – nach wie vor bei der Herstellung von Druckvorlagen im Buchsatz eine unübertroffen hohe Ausgabequalität – und besitzt ein beträchtliches Potential an Effizienz.

Eine der Ursachen für die Ablehnung liegt zweifellos in der Komplexität von TeX und LaTeX. Nicht unterschätzt werden sollte jedoch der Umstand, dass Verlage häufig über das Manuskript eines Autors zum ersten Mal in Kontakt mit TeX-Dokumenten kommen. Und was man da zu sehen kriegt, muss in 99 von 100 Fällen unausweichlich der Abschreckung dienen – die umso nachhaltiger wirkt, je eigenwilliger der Autor sein Dokument angelegt, je mangelhafter er es dokumentiert und je spitzfindiger er es bereits für die Ausgabe formatiert hat.

Im Übrigen ist es gleichgültig, ob die Daten anschließend in ein anderes Satzsystem überführt werden (das kann sinnvoll sein!) oder mit TeX weiterverarbeitet werden. Der Umgang mit fremden Dokumenten kann selbst alte TeX-Hasen verzweifeln lassen – wobei die inhaltlich notwendige Komplexität eines Textes hier eher nicht der entscheidende Faktor ist.

Es entbehrt nicht der Ironie, dass es eine Intention Lamports war, mit LaTeX ein Befehlssystem zu schaffen, das es erlaubt, Typographie und Struktur eines Dokuments voneinander zu trennen. Die Voraussetzungen für die Einbindung in einen satztechnischen Workflow sind also gegeben, um nicht zu sagen: immanent.

Wie es trotzdem gelingen kann, ein recht einfaches LaTeX-Dokument in ein ungenießbares Kryptogramm zu verwandeln, und was man tun kann, das Gegenteil zu erreichen, will dieses Tutorium vorführen.

Tipps zum Gelingen (jenseits von l2tabu) sind – auch vorab – willkommen!

Folien zum Vortrag

Patrick Gundlach: Die Online-LaTeX-Referenz kurz vorgestellt

Im TeX-Umfeld ist eine formale Beschreibung der Makros schwierig bis unmöglich. Durch die fehlenden Vorgaben des Interpreters, durch die Möglichkeit beliebige Begrenzungen für Befehle zu nutzen und durch die Vielzahl von (Makro-)Autoren gibt die unterschiedlichsten Varianten für Makroaufrufe.

Runde, eckige und geschweifte Klammern als Begrenzung:
\oval[20](100,200)[t] oder \cmidrule(r){1-2}

Sternchen-Variante:
\section*{} vs. \section*{}

Unterschiede in den Makro-Paketen
\cite{} (LaTeX) vs. \cite[] (ConTeXt)

Außerdem ist die Dokumentation oftmals über viele Dokumente verstreut und nicht immer zur Hand. Wer weiß denn schon aus dem Kopf, welche Auswirkungen die ersten drei eckigen Klammern der minipage-umgebung haben? Oder welche (online-) Dokumentation diese Information beinhaltet? Ein "texdoc minipage" hilft hier nicht weiter, sondern ein (weniger intuitives) "texdoc usrguide".

Die neue Online-Referenz (https://ltxref.org derzeit noch im Aufbau) soll diese Fragen schnell beantworten können. Sie liefert eine vollständige Beschreibung aller Standard LaTeX Befehle in Kurzform, ggf. mit Verweisen auf Literatur. Unbekannte Befehle können über die Suchfunktion oder über »Tags« gefunden werden. Zusätzlich zur Funktionalität über die Webseite gibt es noch die Möglichkeit, die Seiten als XML zu exportieren, also die Webseite als API zu nutzen. Damit können sich z.B. Texteditoren bei der Autovervollständigung die Beschreibung online herunter laden.

Die Software hinter der Online-Referenz kann auch über die Kommandozeile aufgerufen werden:
ltxdoc makebox
zeigt den Inhalt der Webseite in Textform an. Außerdem lässt sich die Online-Referenz auch lokal (und damit ohne Internetverbindung) nutzen.

In diesem Vortrag wird die Online-Referenz gezeigt.

Patrick Gundlach und Daniel Grycman: Erzeugen von Dokumenten mit dem speedata Publisher

Der speedata Publisher ist eine (OpenSource) Software, mit der PDF-Dokumente aus Datenbanken heraus erzeugt werden können. Der Publisher setzt auf LuaTeX auf, ist aber in der Bedienung und im Funktionsumfang nicht mit LaTeX zu vergleichen.

Dieses Tutorial erklärt anhand von Beispielen, wie die Software installiert wird, wie die grundlegende Benutzung ist und welche Möglichkeiten der Publisher bietet. Die Zuhörer sollen die Möglichkeit haben, alles selbst auszuprobieren.

Wir empfehlen, einen Editor zu installieren, der Hilfe bei der Erstellung von XML Dokumenten bietet, idealerweise mit RelaxNG Unterstützung. Eine Liste gibt freier und proprietärer Software findet sich unter https://speedata.github.io/publisher/manual/description-de/xmlediting.html

Roland Imme: LaTeX für den Verein

Der Vortrag wurde spontan gehalten.

Foilen zum Vortrag

Harald König: XML setzen mit ConTeXt: Vom (CEWE) Fotobuch zum PDF

Auf TeX-Tagungen habe ich schon öfter gehört, dass man mit ConTeXt so einfach XML einlesen, verarbeiten und setzen kann. Bei einem (CEWE) Fotobuch einer Bekannten aufgefallen, dass es sich bei den abgespeicherten Dateien um eine einzige XML-Datei zusammen mit allen Bildern (JPG) handelt, wenn auch in einem zunächst "proprietären" Format.

Warum also nicht mit Hilfe von ConTeXt die XML-Datei einlesen und das Fotobuch in PDF umwandeln – und damit zukunftssicher und unabhängig vom Druckanbieter zu machen?

Im Vortag zeige ich Schritt für Schritt, wie aus dem XML-Input eine PDF-Kopie des Fotobuchs gesetzt wird...

Bislang habe ich dies mit nur genau einem Fotobuch getestet! Es gibt sicher noch einiges zu Verbessern und zu Unterstützen, aber das Framework lässt das recht einfach zu.

Wer selbst CEWE Fotobücher hat, darf diese gerne mitbringen um zu Testen, wie gut der Konverter mit ConTeXt schon funktioniert, und welche Features für andere Bücher noch fehlen.

Gerd Neugebauer (CTAN-Team): Unbekannt, Deaktiviert, Unimplementiert – Eigenschaften des CTAN-Portals

Das CTAN-Portal ist die zentrale Stelle, um Pakete und sonstiges Material zu TeX und Freunden zu veröffentichen oder herunterzuladen. Das Portal bietet hierfür eine Reihe von Funktionen an, die vielleicht weniger bekannt sind. Diese sollen vorgestellt werden:

  • Einstellungen
  • Skins
  • Suche
  • Empfehlungen
  • Hochladen
  • Markdown
  • XML und JSON
  • Teaser

Darüber hinaus enthält das CTAN-Portal aber auch schon Features, die bisher noch nicht für die allgemeine Nutzung aktiviert sind.

  • Personalisierung
  • Bewertung
  • CTAN-Buch

Schließlich kann der Vortrag dazu genutzt werden, über die Entwicklungen und Ideen zu der Zukunft des CTAN-Portals zu diskutieren.

Folien zum Vortrag

Oleg Parashchenko: Erfahrung und Vorhersagen für automatisches XML-nach-PDF-Publizieren mit TeX

Von zahlreichen Versuchen, XML mit TeX zu setzen, zeichnet sich unserer Ansatz aus wegen zehnjahrigen Erfahrung im Publizieren von Bedienungsanleitungen für Geräte und Maschinen. Wir sind nicht frei, TeX-freundlich Quelldatei und Layout zu erstellen, sondern müssen LaTeX zu gegebenen Nebenbedienungen anpassen.

Präsentiert wird:

  • Methodologie
  • Probleme und Lösungen
  • Gescheiterte Versuche
  • Experimente und Werkzeuge

Manche Anpassungen sind kompliziert und sind ein Ergebnis von multischritt Annährung zur Lösung. Im Vortrag wird nicht nur von den Lösungen selbst erzählt werden, sonder vielmehr warum sie so sind wie sie sind. Die gescheiterten Versuche tragen auch zur Antwort auf die warum-Frage bei. Die Experimente und Werkzeuge unterstützen die Entwicklung von Code und Fehlerbehebung.

Die mehreren Teile des Systems sind eigenständig und können unabhängig von dem XML-nach-PDF-Prozess benutzt werden.

Folien zum Vortrag

Philipp Rumm und Martin Fricke: »Also ich verändere die Arbeitsblätter ja immer mit Schere und Kleber!« LaTeX für Grundschullehrkräfte. Ein Erfahrungsbericht aus dem Projekt Informatik an Grundschulen (IaG).

Das vorangestellte Zitat bildet die alltägliche Materialerstellung in der Grundschule ab. Die dabei auftretenden Hürden sind vielfältig. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach Anpassung und Optimierung vorhandener Materialien und Kopiervorlagen. Dem gegenüber stehen praktische Probleme der Weitergabe und Archivierung von Unterrichtsumsetzungen im Sinne von prozessorientierter Schulentwicklung.

Dieser Vortrag beschäftigt sich daher mit der Fragestellung, wie mit Hilfe von LaTeX und dem an der Bergischen Universität Wuppertal entwickelten Schule-Paket für die aufgezeigten Problemfelder Lösungen bereitgestellt werden können. Unter anderem geht es dabei auch um die Frage, welche informatischen Kompetenzen Grundschullehrkräfte diesbezüglich aufweisen: Kann man für informatisch nicht-gebildete Lehrkräfte die Nutzung von LaTeX in ihrem Alltag positiv besetzen? Weitere Themenfelder betreffen das Urheberrecht und technische Details der Umsetzung vor Ort.

Der Vortrag richtet sich an Lehrende im Hochschulbereich mit der Zielgruppe oder Schnittmenge Grundschullehrkräfte und mit Einschränkung auch an Grundschullehrkräfte, die bereits Erfahrungen mit LaTeX haben.

Folien zum Vortrag

Thomas Söll: LaTeX im Physik- und Mathematikunterricht – Erfahrungen aus der Praxis

Welche Gründe sprechen für die Verwendung von LaTeX in der Schule, welche dagegen? Wenn man sich für die Verwendung von LaTeX in der Schule entschieden hat, wie und wozu lässt es sich dann nutzen? Einige Beispiele für den Bereich Mathematik und Physik werden vorgestellt.

Herbert Voß: Eine Einführung in LaTeX – oder warum „Hällo Wörld“ als Einstieg besser ist als „Hello World“

In Einführungen von Programmiersprachen wird sehr oft das „Hello World“-Beispiel verwendet, was bei einigen Programmier- beziehungsweise Skriptsprachen auch kontraproduktiv sein kann. So ist beispielsweise sowohl für Java als auch pdfLaTeX ein ziemlicher programmiertechnischer Aufwand nötig, um diese beiden Wörter auszugeben. Es stellt sich dann dem Lernenden oft die Frage: „Warum muss das so umständlich sein?“.

Folien zum Vortrag

Dominik Wagenführ: Bewerbungsschreiben für Schüler (Tutorium)

Bewerbungsschreiben mit LaTeX sind nichts Ungewöhnliches. Es gibt zahlreiche Vorlagen [1], sodass man sich die Frage stellt, wieso noch eine?

Der Grund ist, dass mir bei der Erstellung 2008 keine der anderen Vorlagen zusagte und es vor allem damals kein Bewerbungsschreiben gab, welches Anschreiben und Lebenslauf zusammenfasste. Zusätzlich ist die Vorlage komplett auf Deutsch gefasst, sodass man auch ohne Englisch-Kenntnisse mit wenigen Handgriffen eine ansehnliche Bewerbung verfassen kann.

In dem Tutorium sollen vor allem Lehrkräfte im Umgang mit der Vorlage geschult werden, um diese dann ggf. in ihrem Schülerkreis vorstellen zu können. Daher bitte auch einen Laptop mit installierten TeX mitbringen. Die Vorlage kann vorher bereits heruntergeladen werden [2].

Hinweis: Der Vortrag wurde so ähnlich bereits auf der Frühjahrstagung 2015 in Stralsund gehalten. Die überarbeitete Vorlage enthält alle Hinweise, die damals aufgekommen sind.

[1] http://www.latextemplates.com/cat/curricula-vitae
[2] http://www.deesaster.org/latex/bewerbung.tar.gz

Workshop: Weiterentwicklung des Schule-Pakets

Folien zum Workshop
Beispieldateien

Uwe Ziegenhagen: Klausuren erstellen mit LaTeX & Co

Es gibt verschiedene LaTeX Pakete, die Dozenten bei der Erstellung von Klausuren im schulischen und universitären Bereich unterstützen. In diesem Vortrag möchte ich vor allem auf das „exam“ Paket eingehen und zeigen, wie man damit individuelle Klausuren erstellen kann, die Schummeln erschweren oder sogar verhindern können.

Folien zum Vortrag

Dateien zum Vortrag