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Was ist der Unterschied zwischen LaTeX und LaTeX2e?

Die Antwort ist ... es gibt keinen Unterschied.

LaTeX2e heißt die LaTeX-Version, die vom LaTeX3-Projektteam gepflegt und offiziell unterstützt wird.

Die Ablösung von LaTeX 2.09 durch LaTeX2e im Jahre 1994 brachte auch formal eine Unterstützung bei Problemen durch das LaTeX-Team und gemeldete Fehler wurden von diesem mit jeder neuen Verteilung im 6-Monatsrhythmus regelmäßig beseitigt.

LaTeX2e wurde im Unterschied zu LaTeX 2.09 so strukturiert, daß Erweiterungen nun durch zusätzliche Makropakete hinzugefügt werden können. Unter LaTeX 2.09 war es dagegen üblich, daß es viele verschiedene TeX-Formatdateien für die unterschiedlichen Erweiterungen wie zur Erstellung von Folien (SliTeX), zur Nutzung von PostScript-Schriften oder auch spezielle Anpassungen gab, die dazu führten, daß ein Dokumentaustausch durch die vielen inkompatiblen Formatdateien erschwert wurde.

LaTeX2e ist zu LaTeX 2.09 aufwärtskompatibel, hat aber neue Eigenschaften. Unter anderem sind dies:

  • Die Schriftauswahl erfolgt nach einem anderen Verfahren, das auf dem `New Font Selection Scheme (NFSS)' basiert, welches in einem Artikel von Frank Mittelbach und Rainer Schöpf in TUGboat 10(2) beschrieben ist. Beim neuen Schriftauswahlschema NFSS wählt der Nutzer eine Schrift durch Angabe bestimmter Schrifteigenschaften (size, weight, series) aus. Zur Kompatibilität mit LaTeX 2.09 sind die alten Anweisungen weiterhin verfügbar.

  • SliTeX zum Setzen von Folien ist unter LaTeX2e "nur" noch eine Dokumentklasse, während dies unter LaTeX 2.09 ein spezielles (La)TeX-Format war. Somit wird nur noch ein einziges, einheitliches Format benötigt.

  • Verbesserte Plazierungskontrolle von Gleitumgebungen wie 'figure' und 't able'.

  • Es existiert eine dokumentierte Schnittstelle für Paket- und Klassenautoren, auch wenn diese noch nicht für Designer direkt geeignet ist.

  • Die Box-Anweisungen wurden erweitert, so daß es nun beispielsweise möglich ist, die Höhe einer `minipage' anzugeben.

  • Einige Standard-Anweisungen sind nicht mehr zerbrechlich ("fragile"), so daß man diese nun im Argument einer Anweisung wie \caption ohne ein \protect verwenden kann.

  • Mit \newcommand können Anweisungen mit optionalem Argument definiert werden; diese sind automatisch robust. Daneben existiert eine neue Anweisung, um robuste Anweisungen zu definieren.

  • Es existieren Standard-Pakete zur Einbindung von Graphiken und dem Satz mit Farben.

  • Es existiert eine offizielle Unterstützung zum Satz mit kyrillischen Zeichen.